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Bergwerk Reden 2
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Geschrieben von: Administrator   
Montag, den 24. März 2008 um 11:48 Uhr
ehemaliges Bergwerk Reden 2
Animation:Th.Müller

Grube Reden


Die Grube in Landsweiler-Reden entstand um 1850 und wurde benannt nach dem preußischen Staatsminister Friedrich-Wilhelm Graf von Reden (1752-1815). Jener war schlesischer Berghauptmann, preußischer Oberberghauptmann und Minister. Er führte den darniederliegenden Bergbau in Schlesien zu einer neuen Blüte.

a) Reden-Flamm war lange Zeit der Name für den Schacht Itzenplitz in Heiligenwald. Itzenplitz lebte von 1799-1883 und war preußischer Minister und Naturwissenschaftler. Unter seinem Namen war der Schacht bis zur Integration in die Grube Reden (am 31. März 1958) ein eigenständiger Betrieb.

b) Reden-Fett war die zweite große Betriebseinheit der Grube Reden. Beide Teile zusammen galten als eine bedeutende Grube im Saarbergbau, die in der Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden war und noch 1980 mit ca. 3100 Mann 6800 t Kohle pro Tag förderte. 1989 erfolgte ihr Verbund mit der Grube Göttelborn.

Die Schachtanlage Reden-Gegenort war um 1900 über dem Schacht III der Grube Frankenholz am Standort Höchen erbaut worden. Im Jahr 1960 wurde sie an den heutigen Standort bei Bauershaus (zwischen Neunkirchen und Ottweiler) versetzt.

1995 wurde das Bergwerk endgültig geschlossen

 

Quelle: Stefan Haas-Weiskirchen ->http://saar-nostalgie.de/

 

 

 

Grube Reden


Grube Reden Anfang 19. JahrhundertDie Grube Reden war eine der bedeutendsten Gruben des Saarbergbaus und die Hauptgrube im östlichen Saarrevier. Beim Einrichten der Eisenbahnverbindung zwischen Bexbach, Neunkirchen und Saarbrücken, die einerseits den Anschluss an die 1849 eröffnete Pfälzische Ludwigsbahn (Ludwigshafen-Bexbach) und andererseits an die 1851 fertiggestellte Linie Nancy - Metz - Forbach der Paris-Straßburger Bahn (Französische Ostbahn) herstellen sollte, wurden im Landsweiler Tal reichhaltige Kohlenvorkommen entdeckt und man entschloss sich, einen Stollen vom Klinkenthal in den Kohlenwald zu treiben.

Am 1. Juli 1846 erfolgte der feierliche Anschlag des Reden Stollens. Bereits ein Jahr später wurde der sogenannte Grubenwald abgeholzt und mit den Teufarbeiten am Tiefbauschacht Reden I begonnen. 1848 begannen erste Baumaßnahmen im Übertagebereich: Bau des Kesselhauses und des Fördermaschinengebäudes, Zechenhaus und Schmiede folgten 1849. Die Grube gehörte zu diesem Zeitpunkt noch zur Grube Heinitz.

Am 8. April 1850 wurde Reden eigenständige Grube und erhielt den Namen des ehemaligen preußischen Staatsministers Friedrich Wilhelm Graf von Reden (1752 - 1814). In diesem Jahr wurde der zweite Redenschacht angehauen, der 1851 die Stollensohle erreichte. Zu dieser Zeit arbeitete in Reden bereits eine Belegschaft von 466 Mann und 2 Steigern. 1854 wurde die Pferdeförderung eingeführt.

1856 erfolgten die Teufarbeiten am Redenschacht III. Als Folge des planmäßigen Ausbaus des Grubenbetriebes wurde im Jahr 1856 mit der später "Itzenplitz" genannten Grube ein neuer Förderpunkt begründet. Sie wurde mit einem 1900 m langen Eisenbahnanschluss versehen, der am 07. August 1860 in Betrieb genommen wurde.

Am 20. Oktober 1864 ereignete sich auf Flöz Kallenberg eine Schlagwetterexplosion, die 35 Bergleuten das Leben kostete. Das Unglück war das erste größere Schlagwetterunglück, das auf schlagende Wetter zurückzuführen war. Als Konsequenz aus dieser Katastrophe wurde die Muselersche Sicherheitslampe in Reden eingeführt.

1887 wird Redenschacht IV abgeteuft.

1893 wird die Druckluft eingeführt

1891 werden die Betriebseinheiten Reden - Fett und Reden - Flamm ( Itzenplitz) geschaffen und der Redenschacht III wird Hauptförderschacht.

Mit der Jahrhundertwende beginnen in Reden Um- und Ausbauten größeren Umfangs. Die Hauptanlage und alle Nebenanlagen werden renoviert, im Untertagebereich werden erste Schrämmaschinen eingeführt.

Am 28. Januar 1907 erlebt die Grube Reden das schwerste Unglück ihrer Geschichte: Bei Schichtbeginn kam es zu einer Schlagwetterexplosion auf der 5. Sohle im Fettkohlenflöz Thiele, die eine Kohlenstaubexplosion nach sich zog. 150 Bergleute fanden den Tod. Die Hälfte der Verunglückten stammte aus der heutigen Großgemeinde Schiffweiler.

1914 erfolgt die Abteufung des Redenschachtes V, der als Doppelschacht konzipiert war.

Nach Ende des ersten Weltkrieges übernahmen im Jahre 1920 historisches Bild der Grube Redendie "Mines Domaniales Francaises du bassin de la Sarre". Während der Völkerbundszeit zwischen 1920 und 1935 erfolgte der Ausbau der Tagesanlagen. Die Steigerung der Förderzahlen machte eine Belegschaftsverstärkung notwendig und neue Arbeiterwohnsiedlungen entstanden. In diese Zeit (1920 bis 1926) fällt die Konzeptionierung und Anlage der Siedlung Madenfelder Hof. Durch fortschreitende Mechanisierung der untertägigen Arbeiten (ab 1927) und Rationalisierungen verminderte sich ab 1931 die Belegschaft auf Grube Reden wieder.

Mit der Übernahme der Saargruben durch das Deutsche Reich am 01. März 1935 erfuhr das Bergwerk Reden eine umfassende Förderung. Nach dem Propagandabesuch des Reichsministers Hermann Göring am 11. November 1935 wurde Reden zu einer Musteranlage ausgebaut. Zwischen 1936 und 1942 entstand die Anlage in großen Teilen neu, zudem entstand die Kokerei Reden. Reden galt seitdem als eine der drei Musteranlagen dieser Zeit. Sie ist als einzige heute noch fast unverändert herübergekommen.Bis 1963 war sie die modernste Anlage des Saarbergbaues.

Während des zweiten Weltkrieges entstanden durch die Bombardierung im Übertagebereich große Schäden, die Förderung war dadurch jedoch nicht eingeschränkt. Die Arbeit untertage wird anfangs durch russische, später durch italienische Kriegsgefangene ( besonders ab 1943) geleistet. Nach Kriegsende wurden die Saargruben zunächst von 1945 bis 1947 durch eine aus Amerikanern und Franzosen gebildete Kontrollkommission ( CONAD Engeneer Mining Operating Group) betreut. Am 1. Januar 1948 nahm die "Regie des Mines de la Sarre" ihre Tätigkeit auf.

Beim Übergang des Saarlandes an die Bundesrepublik Deutschland 1957 arbeiteten auf der Grube Reden mehr als 8.000 Bergleute. Dazu kamen noch etwa 450 Beschäftigte auf der Kokerei Reden. Durch die Bergbaukrise ab 1958 wurde in den Generalplänen I und II der Saarbergwerke AG Reden zum Hauptförderstandort im Ostrevier bestimmt. Über ehemals 10 selbständige Gruben von Sulzbach im Westen bis Bexbach im Osten, von St. Ingbert im Süden bis zum Grubenfeld Göttelborn wurden im Laufe der Jahre in die Anlage Reden integriert. Nacheinander waren diese Anlagen stillgelegt und deren Förderung im Verbundbergwerk Reden gebündelt. 1972 erhielt Reden einen neuen Bade- und Bürotrakt, der an das ehemalige Zechenhaus angelehnt wurde, wobei kein architektonischer Stilbruch begangen wurde.

Bereits Mitte der 80iger Jahre sollte Reden geschlossen werden. Jedoch erhielt die Grube in Folge der Energiekrisen nach 1974 eine neue Chance. Übertage wurden die Kleinwerkstätten abgerissen und in einer großen Halle zentriert. Als letzte Baumaßnahme erfolgte Anfang der 80iger Jahre der Umbau der Wäsche und eine neue Verladeanlage. Die anhaltende Energiekrise erzwang im Bergbau weitere Rationalisierungsmaßnahmen. Im Zuge der Einsparmaßnahmen wurde so die Belegschaft von 8.200 Beschäftigten (1955) auf 2.936 Beschäftigte (1985) reduziert.

historisches Bild der Grube RedenEnde der 80er Jahre wurde der Zusammenschluss Camphausen, Reden, Göttelborn zum Verbundbergwerk Ost beschlossen. Camphausen wurde 1990 stillgelegt und fungierte seitdem als Nebenanlage. Reden und Göttelborn bestanden bis zum 31. Dezember 1995 separat weiter. Mit diesem Datum nahm das neue Verbundbergwerk Göttelborn-Reden seine Arbeit auf. Die Grube Reden wurde als selbständige Anlage geschlossen und die Förderung nach Göttelborn verlegt. In Reden blieben Restarbeiten, besonders in der Wasserhaltung, die zu den größten und modernsten in Europa zählt. Nach dem am 01. September 2000 auf dem Verbundbergwerk Göttelborn-Reden die letzten Kohlen gehoben worden waren, wurde die Wasserhaltung auf Reden konzentriert, so dass weiterhin 50 Beschäftigte dort arbeiten.

Die weitere Zukunft des umfangreichen Grubenareals ist ungewiss. In der Vergangenheit brachten 150 Jahre Steinkohlenbergbau wirtschaftlichen Wohlstand und Sicherheit für mehrere tausend Familien. Im Zuge neuen Planung der Landesregierung zur Industriekultur im Saarland ist Reden zu einem von drei Schwerpunkträumen erklärt worden, der eine besondere Förderung erfahren soll.

Quelle: Mit freundlicher Genehmigung der Gemeinde Schiffweiler
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 05. Juni 2008 um 06:48 Uhr
 

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